BOS Objektfunk


rettungswagen1

Inhouse-Funktechnik für Profis

Objektfunk für professionelle Nutzer -> Professionelle Funktechnik

Anders als Indoor-Mobilfunksysteme sind Objektfunkanlagen professionellen Nutzern vorbehalten, denn sie sollen im Einsatzfall eine lebensrettende Aufgabe unterstützen. Mehr und mehr werden auch in größeren Wohn- und Geschäftsgebäuden Funksysteme als technische Gebäudeausrüstung installiert, damit Einsatzkräfte im Notfall sicher kommunizieren können. Ob eine solche Objektfunkanlage installiert werden muss, entscheidet üblicherweise die örtliche Feuerwehr innerhalb des Brandschutzkonzepts für ein Neubauvorhaben. Dann ist die Installation einer solchen Anlage jedoch verpflichtend für den Bauherrn.

Warum heißt es „Objektfunk“?

Neben Gebäuden ist die Funkversorgung für Einsatzkräfte auch in anderen Bauwerken, wie z.B. Tunnels und Industrieanlagen zu gewährleisten. Daher hat sich für diese Technik der neutrale Name „Objektfunkversorgung“ durchgesetzt.

Eine Objektfunkanlage besteht nicht nur aus einem Funksystem, sondern aus einem Netzwerk vieler Komponenten, um ein Gebäude lückenlos und auch mit der notwendigen Ausfallsicherheit zu versorgen und die Verfügbarkeit des Funkdienstes im Ernstfall zu garantierten. Zu diesen Komponenten gehören Strahlerkabel als Antenne innerhalb des Gebäudes, Funktionsüberwachung, Notstromversorgung, Anbindeantenne und vieles mehr. Eine Fülle von technischen Vorschriften ist Grundlage für deren Planung.

schlitzkabel1

Schlitzkabel für niedrige Frequenzen (BOS analog oder TETRA)

Abhängig von örtlichen Anforderungen im Objekt stehen für die TETRA-Objektversorgung verschiedene Betriebsarten zur Verfügung: DMO-Repeater, TMO-Repeater oder autarke TMO-Basisstation (TMO-A). Auch Kombinationen dieser Systeme können vorkommen, ebenso werden auch klassische analoge BOS-Systeme häufig noch in Gebäuden installiert.

Die örtliche Brandschutzbehörde wird anhängig von den Begebenheiten des zu versorgenden Gebäudes und einsatztaktischer Anforderungen eine der Betriebsarten oder eine Kombination davon für das konkrete Projekt vorschreiben.

Für besonders große Objekte wie Tunnel oder Industrieanlagen ist es erforderlich, die Funkversorgung zusätzlich zu verteilen. Hierfür werden optische Systeme genutzt, welche die Funksignale auf eine Glasfaser modulieren (Master Unit) und im Gebäude verteilen (Remote Unit).

Allen Varianten ist gemein, dass sie in einem Systemschrank mit einer Notstromversorgung passend für die Situation vor Ort integriert werden.